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9 May 2010

Hosenbeine zu kurz – Ärmel zu lang: Wann sitzt ein Anzug wirklich richtig? Teil 2: Das Sakko

Die Hose passt perfekt. Nichts zwickt, nichts ist zu kurz oder lang. Aber passt denn auch das Sakko? Das Sakko muss bei einem Anzug akkurat sitzen. Ein paar Tipps helfen dabei, das richtige Sakko zu finden. Und wenn es auf Anhieb nicht passt, zeigen wir Ihnen, welche Änderungen möglich sind.

Beim Sakkokauf kommt es auf die Gesamtlänge an. Die Gesamtlänge muss einfach stimmen, denn die Taschen und Knopflöcher werden immer in Relation dazu gesehen. Bei einer falschen Änderung der Gesamtlänge stimmt dieses Bild nicht mehr. Die Länge passt, wenn das Gesäß bedeckt ist und der Knopf vorne auf Höhe des Bauchnabels sitzt.

Auch die Kragenweite muss stimmen. Sie sollte dicht am Hals schließen und nicht zu viel Spiel lassen, auch darf es am Hals nicht zwicken. Der Kragen lässt sich nachträglich nur schwer ändern, also schenken sie diesem bei dem Kauf Ihre volle Aufmerksamkeit.

Eine Frage des persönlichen Geschmackes, ist die Weite der Taille. Diese prüft man im geschlossenen Zustand: einfach leicht am Knopf ziehen. Idealerweise sollte dann zwischen zwei und drei Zentimetern Luft sein, hier spielen aber der persönliche Stil und das Wohlfühlen eine Rolle.

Die Querfalte unterhalb des Nackens ist kein wirkliches Problem, sieht aber nicht schön aus. Die berüchtigte „Nackenfalte“, kann jeder Schneider schnell beheben. Am Rücken muss der Stoff glatt anliegen und am Ärmel sollte ein wenig Luft sein. Sonst rutschen bei jeder Bewegung die Ärmel nach oben.

Die Länge bei den Ärmeln ist natürlich entscheidend. Einfach gesagt ist die Länge dann richtig, wenn das Hemd darunter rausschaut. Ob nur einen halben Zentimeter oder doch etwas mehr, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Keine Sorge, die Ärmellänge ist aber leicht korrigierbar, solange das Sakko keine aufknöpfbaren Ärmel hat. Denn diese sind nicht verschiebbar.

Sehr kniffelig sind Änderungen am Ärmelloch. Damit ist die Stelle unter den Achseln gemeint, ab und an „kneift“ das Sakko hier. Für eine Änderung müssen beide Ärmel abgenommen werden. Anschließend werden sowohl das Ärmelloch als auch die Ärmel an die neue Größe angepasst. Das ist sehr aufwendig und dementsprechend teuer.

Passt aber erstmal alles perfekt, steht dem perfekten Aussehen und Vergnügen im neuen Anzug nichts mehr im Wege.

1 May 2010

Hosenbeine zu kurz – Ärmel zu lang: Wann sitzt ein Anzug wirklich richtig? Teil 1: Die Hose

Oft sind neu gekaufte Hosen zu lang und müssen vorm Tragen noch ein paar Zentimeter gekürzt werden. Manchmal kneift aber auch der Bund am Bauch. Meist entscheiden nur ein paar Millimeter, ob eine Hose passt oder nicht. Da ist es gut zu wissen, welche Millimeter das sind, damit aus der neuen Anzughose auch ein echtes Lieblingsstück wird.

Beginnen wir von unten – also am Beinabschluss. Wie lang soll eigentlich das Hosenbein sein? Es darf nicht zu lang sein und Hochwasserhosen sind auch out. Gibt es die richtige Länge überhaupt? Zwei Faustformeln helfen: Weite Modelle trägt man etwas länger als schmale. Das heißt, weite Modelle knicken auf dem Spann leicht ein, während sie hinten an der Ferse zwischen der Mitte der Fersenkappe und dem Ansatz des Absatzes enden. Schmale Hosen setzen dagegen vorne nur leicht auf und gehen hinten über den Rand des Schuhes und höchstens bis zur Mitte der Fersenkappe. Ein Insider-Tipp: Schrägen sie den Hosensaum etwas an –  das vordere Bein einfach ein wenig kürzer als das Hintere machen. Dann fällt die Hose besser.

Auch die Beinweite kann vom Schneider korrigiert werden. Viele wissen das nicht. Dabei ist die Beinweite entscheidend für den Gesamteindruck einer Hose. Sie sollte weder zu flatterhaft wirken, noch zu eng sitzen. Auch bei der Beinweite wird zwischen weiten und engen Anzughosen unterschieden. Bei den weiten Modellen mit Bundfalte ist eine Beinweite von 22 cm bis 25 cm (bei Größe 50) empfohlen. Bei engen Röhrenhosen reicht eine Weite von 20 cm. Kleine Personen sollten zu weite Modelle meiden, da sie die Figur zusätzlich stauchen.

Den Bund probiert man am besten ohne Gürtel. Die Hose darf nicht rutschen, aber auch nicht zu eng sitzen. Gehen sie nicht mit vollem Magen zum anprobieren, denn sonst besteht die Gefahr, eine Nummer zu groß zu kaufen. Hosen sollten am Bund nicht mehr als eine Nummer geändert werden, da die Taschen dann nicht mehr richtig sitzen.

Um sich nicht zu lange mit der Suche nach der richtigen Größe aufzuhalten, sollten sie ihre richtige Größe kennen. Diese können sie durch eine kleine Rechnung ermitteln: Brustumfang geteilt durch zwei gleich Konfektionsgröße. Also beispielsweise Brustumfang gleich 100 cm, ergibt eine Konfektionsgröße von 50.